Vanille-Zauberkuchen - Auch für Backanfänger geeignet

Ihr wisst ja, dass ich ned so gerne backe und falls es doch einmal vorkommt, dann sind es meistens einfache und klassische Rezepte, wie z.B. Käsekuchen, Marmorkuchen usw. denn hier kann auch ned soviel schiefgehen und die Teige sind im Handumdrehen angerührt.

Als ich vor ein paar Wochen mal wieder die Kochbuch-Neuerscheinungen durchforstete, erweckte das Buch Zauberkuchen - 1 Teig = 3 Schichten* aus dem Thorbecke Verlag meine Aufmerksamkeit. Man muss hier nur einen Teig zusammenrühren und der fertige Kuchen hat dann 3 verschiedene Schichten? Hä? Wie soll das denn gehen? Da das Buch auch preislich völlig in Ordnung ist, wanderte es sofort in meinen Warenkorb, denn das musste ich unbedingt ausprobieren!




Und als das kleine Büchlein vor 2 Wochen kam, ging es auch gleich los. Es sollte der klassische Zauberkuchen mit Vanille werden, der auch das Cover des Buches ziert.

Welche Rezepte Ihr noch im Buch findet, seht Ihr im Rezeptregister bei Kochbuchsüchtig.

Kleiner Tipp vorweg: Für die Kuchen sollte man meistens eine runde Form mit 24cm Durchmesser verwenden, ich hatte eine mit 26cm war auch ganz ok. Und da der Teig ziemlich flüssig ist, eignet sich eine Form ohne herausnehmbaren Boden besser, da der Teig sonst herauslaufen könnte. Ihr könnt die Form aber auch mit Backpapier auslegen.

Zutaten:

500ml Milch
2 Vanilleschoten
4 Eier
150g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 EL Wasser
125g Butter
110g Mehl
1 Prise Salz

Zubereitung:

Damit der Vanillezauberkuchen seinem Namen auch gerecht wird, wird zu allererst das Vanillemark aus den Schoten entfernt und und wird dann zusammen mit den Schoten und der Milch erhitzt und muss eine Stunde ziehen. So kann sich das Aroma erst so richtig entfalten. (Wer nicht so lange warten möchte, der kann denke ich auch Vanilleextrakt* o.ä. verwenden)

Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Jetzt Eigelb vom Eiweiß trennen. (Eiweiß beiseite stellen!) Eigelb mit Zucker, Vanillezucker und Wasser mit dem Handrührgerät* zu einer hellen Masse verrühren. Butter in der Mikrowelle schmelzen lassen und unter die Ei-Zucker-Masse rühren. Nun Mehl und Salz dazugeben und alles einige Minuten verrühren. (geht auch mit dem Schneebesen).

Vanilleschoten aus der Milch entfernen und diese nach und nach unter kräftigen Rühren unter den Teig mischen.

Rührstäbe gut reinigen und dann das Eiweiß steif schlagen. Eisschnee mit dem Schneebesen langsam unter den Teig heben.

Teig in eine gebutterte Form gießen und den Kuchen 50 Minuten backen. Den fertigen Kuchen in der Form auskühlen lassen und anschließend noch mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.




Kurz zur Erklärung der Schichten:

Die unterste Schicht ist vergleichbar mit einem festen Vanillepudding, in der Mitte entsteht durch das langsame Backen bei 150 Grad eine leichte Creme und die oberste Schicht entsteht aus Eisschnee und dem Mehl, welche sich dann nach oben absetzt.

So ganz habe ich diese kleine Zauberei noch nicht verstanden, aber ist ja auch wurscht, Hauptsache es funktioniert und es schmeckt - und das tut es! :-)

Das kleine Büchlein* finde ich auch als Geschenkidee ganz bezaubernd und für EUR 9,99 kann man hier auch ungeübten Hobbybäckern/-innen eine Freude machen.



Heute haben wir dann noch eine zweite Variante ausprobiert, aber hier hat mich vorab schon der Karamellkeksboden etwas skeptisch gemacht. Denn wie auch bei den großen amerikanischen Käsekuchen mag ich die blöden Keksböden nicht sonderlich gerne. Ich bevorzuge dann doch eher einen klassischen Mürbeteig, aber ich hab dem Kuchen trotzdem eine Chance gegeben.

Hierbei handelt es sich um den Käsekuchen-Zauber - der ja dann ohne Boden eigentlich nur zwei Schichten hat :-) 

Die Frischkäse-Pudding Schichten waren wie erwartet wieder total lecker und der Boden naja... mir einfach zu süß und zu krümelig, wer den Kuchen trotzdem ausprobieren möchte, der muss sich das Büchlein dann wohl selbst kaufen oder schenken lassen, denn das verrate ich Euch nicht :-)



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