Geschmacksüberraschung! - Linsen-Aufstrich, oder auch Vegane Leberwurscht

Als Tina von Lunch For One letzte Woche das Thema des aktuellen kochtopf-Blogevents verkündete, war ich sofort Feuer und Flamme - Linsen! Mag ich total gerne und deshalb gibt es sie bei uns auch relativ regelmäßig zum Essen. Meistens werden sie in irgendeinem Curry verarbeitet, oder es gibt sie als klassischen Linseneintopf. Aber diese Hülsenfrucht kann durchaus noch mehr und deshalb hab ich mir für dieses Event 2 Rezepte herausgesucht, die für mich auch neu sind.

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Als erstes entschied ich mich für einen selbstgemachten Aufstrich, der meine Küchengeräte quasi an ihre Grenzen brachte... da ich ja immer noch keinen Pürierstab besitze, hantierte ich mit meinen Foodprozessoren herum, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Ein Gerät qualmte dann munter vor sich hin und in meiner Küche roch es dann wie in einer Schmorbude.... aber egal, Hauptsache der Aufstrich war fertig! :-)


Beim ersten Geschmacktest waren wir beide überrascht, man konnte ein waldpilzähnliches Aroma herausschmecken, keine Ahnung wie das zu Stande kommt...? Und irgendwie kam mir sofort der Gedanke, dass dieser Aufstrich während meiner veganen Phase glatt als Leberwurscht-Ersatz durchgegangen wäre, denn daran erinnert mich dieser Aufstrich - schaut ja auch fast aus wie ne frisch, geräucherte Hausmannsleberwurst. *kicher*

Es ist auf alle Fälle eine Alternative die uns schmeckt! :-)

Das Rezept stammt übrigens aus dem Kochbuch Brotaufstriche selbst gemacht: Einfache Rezepte aufs Brot von herzhaft bis süß und so wird's gemacht:

Zutaten:
(für ca. 1 Marmeladenglas)

100g Berglinsen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
100g Lauch
300ml Gemüsebrühe
4 EL Balsamico
2 TL Zucker
2 EL Olivenöl
1 TL getrockneter Thymian (wer frischen hat, sollte den natürlich verwenden!)
Frische Petersilie
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Zuerst wird die Zwiebel und der Knoblauch klein gehackt. Den lauch gründlich waschen und in kleine Stücke schneiden.

Olivenöl in einem Topf erhitzen und das Gemüse darin einige Minuten andünsten. Jetzt die Linsen dazugeben und kurz mitdünsten lassen. Gemüsebrühe aufgießen und zugedeckt ca. 30 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind.

In einem kleinen Topf wird nun der Balsamico, zusammen mit Zucker und Thymian bei starker Hitze eingekocht - so lange bis ein zäher Sirup entsteht.

Das Linsengemüse abgießen und gut abtropfen lassen und anschließend zusammen mit dem Balsamicosirup fein pürieren - am besten mit einem Pürierstab! *hust*, denn das sollte problemlos funktionieren. Die Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken und frisch gehackte Petersilie untermischen.

Der Aufstrich schmeckt am besten auf frischem Baguette, oder Ciabatta.

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Dies ist mein erster Beitrag zum Linsenevent und der zweite folgt demnächst :-)

Blog-Event XCVI - Linsen (Einsendeschluss 15. März 2014)

Winter-Soulfood für Dorothée - Orientalische Puten-Bollitos mit Granatapfel

Im heutigen Beitrag dreht sich alles um Bushcooks Kitchen, denn ihr wundervoller Blog ist nun schon 3 Jahre! alt geworden und es werden sicherlich noch viele folgen. Ich wünsche Dir auf alle Fälle alles Gute und mach ja weiter so! :-)

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Und Dorothée wünscht sich natürlich auch etwas, so wie sich das zu einem Geburtstag gehört! Winter-Soulfood soll es sein und wenn man ihr ein leckeres Rezept dazu präsentiert, hat man sogar die Chance ein tolles Geschenk abzuräumen! Und da sind wirklich tolle Sachen dabei, die Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet. (Und welch Wunder! Es sind auch phantastische Kochbücher dabei! *zwinker*) Einen Überblick zum Event mit allen Details gibt es ím entsprechenden Blogbeitrag.


3 Jahre Bushcooks Kitchen - Blog-Event Winter-Soulfood

Es soll was souliges für den Winter sein... hmm.. also ein deftiges Essen, dass die Seele erwärmt... das müsste doch machbar sein. Da ich weiß, dass Dorothée die orientalische Küche wirklich sehr gerne mag, entschied ich mich für ein Rezept aus dieser Kategorie und ich glaube, dass würde ihr auch schmecken, aber das werde ich spätestens nach diesem Beitrag schon noch erfahren :-)

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Das Rezept stammt ursprünglich aus dem Kochbuch Balagan!: Rezepte aus der orientalischen Küche, welches ich von der lieben Susanne Magentratzerl bekommen habe. Vielen herzlichen Dank noch einmal dafür, ich habe mich wirklich sehr über dieses Buch gefreut! (Auch hier wird es noch eine separate Rezension geben, auch leider mit einigen negativen Sachen...)

Jedenfalls habe ich so einige Zutaten für das Rezept nicht bekommen (z.B. Topinampur..) und hab es einfach umgekrempelt und mein eigenes Ding draus gemacht und das Ergebnis war wirklich sehr lecker!


Zutaten:

Für die Bollitos:
500g Putenhackfleisch
1 große Kartoffel
1 Ei
5 EL Polenta
100g frische Petersilie
Pfeffer

Für die Gemüsesauce:
1 Zwiebel
2 Süßkartoffeln
2 Möhren
1 Stück Sellerie
350ml Hühnerbrühe
250ml Granatapfelsaft (hab ich beim Rewe bekommen)
3 EL Granatapfelsirup (hab ich im türkischen Supermarkt gefunden)
1 TL gemahlener Koriander
Pfeffer, Salz
Olivenöl

Für die Deko:
Kerne von einem Granatapfel

Zubereitung:

Zuerst wird die Kartoffel geschält und anschließend grob gerieben. Die Kartoffelraspel mit dem Hackfleisch in eine Schüssel geben und zusammen mit der kleingehackten Petersilie, dem Ei und dem Polentagrieß gut verkneten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und alles dann ca. 4 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Gemüsesauce wird nun die Zwiebel in kleine Würfel geschnitten, die Möhre, der Sellerie und die Süßkartoffeln werden ebenfalls in grobe Würfel geschnitten. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und das gesamte Gemüse darin anschwitzen. Koriander dazugeben und kurz mitgaren lassen. Jetzt kommt der Granatapfelsirup dazu und alles wird kurz karamellisiert. Mit Hühnerbrühe und Granatapfelsaft ablöschen und alles ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Aus der Hackfleischmasse werden nun kleine Bällchen geformt, die dann in den Topf kommen und dort ca. 20 Minuten fertig garen. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Alles auf tiefen Tellern anrichten und mit Granatapfelkernen und frisch gehackter Petersilie bestreuen.


Fazit:

Wieder ein Gericht, dass wir so noch nie gegessen haben. Die Puten-Bollitos haben uns am meisten überrascht. Sie werden durch das Garen in der Gemüsesauce relativ fest (liegt wohl an der Polenta?) und geschmacklich haben sie uns irgendwie an eine Weißwurscht erinnert - klingt abgefahren, ist aber so *lach* - ich hatte ja dann gleich die Idee, dass man daraus wirklich ne eigene Weißwurscht machen könnte..... schaun wir mal ;-) - Auch die 3 Komponenten des Granatapfels waren toll - vorher hatte ich noch nie Sirup zum Kochen verwendet - ein absolut stimmiges und total leckeres Essen, dass wir sehr empfehlen können. Für uns ein Gericht, dass hervorragend in die Kategorie Soulfood passt!

Kochbuchrezension: Kaffeebar - Über 100 Rezepte rund um das schwarze Gold

Ohne Kaffee komme ich nicht in die Gänge! Geht Euch doch sicherlich ähnlich oder? Und da trinkt man tägliche etliche Tassen von Cappuccino, Espresso & Co. aber wie vielseitig Kaffee wirklich ist, wissen die wenigsten. In diesem kleinen Kochbüchlein dreht sich alles um das schwarze Gold und alles was dazugehört.


ISBN 9783774266223
128 Seiten

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Das Starterpaket

In diesem Abschnitt erfährt man alle Grundfakten, die man über Kaffee wissen sollte. Welche Sorten gibt es und was sind die Unterschiede?, Wo kommt er her?, Wie wird Pulver zu Kaffee?, Welche Tasse, zu welchem Kaffeegetränk?

Wiener Kaffeekultur

Wenn man an die Hauptstadt von Österreich denkt, fallen einem meist zuerst diverse Kaffeehäuser, oder die sagenhafte Sachertorte ein. Wien hat in Europa eine einzigartige Kaffeekultur, die seit Jahrhunderten aufrecht erhalten wird.

Nachdem Ihr dieses Kapitel gelesen habt, könnt Ihr selbst in diese zauberhafte Welt eintauchen und bei Wiener Mélange, oder einem Kaffee "Ländle" die Seele baumeln lassen. Natürlich dürfen hier auch die süßen Sachen, wie z.B. der Wiener Apfelstrudel, die Sachertorte, Linzer Torte, Kaisersemmeln u.v.w. nicht fehlen. 


Aus Italiens Espressobars

Natürlich dürfen die Italiener hier in diesem Buch nicht fehlen, denn was Espresso & Co angeht, haben sie wohl definitiv die Nase vorne.

Ihr glaubt ja gar nicht, was man mit dem kleinen Schwarzen alles so anstellen kann. Wie wäre es z.B. mit einem Chocolaccino, oder einem Caffè alla Borgia? Dazu reicht man üblicherweise Amarettini, oder knusprige Cantuccini. Wer es gerne etwas herzhafter mag, für den gibt es dann alternativ verschiedene Tramezzini-Rezepte und andere italienische Köstlichkeiten.

Amerikas Coffeeshops

Sie sind mittlerweile aus Deutschland nicht mehr wegzudenken! In fast jeder Ortschaft befindet sich mittlerweile eine Coffeeshop und wenn nicht, dann gibt es sicherlich eine Kaffeekette, welche man am goldenen M erkennt... ja auch hier gibt es die typischen amerikanischen Leckereien, wie Brownies, Blueberry Muffins, Pecan Pie. Auch Bagels, Burger und Sandwiches kann man hier finden.

Auf Europas Kaffeetischen

Dieses Kapitel finde ich am interessantesten, denn hier erfährt man, was man in diversen Ländern Europas so zum Frühstück serviert. In Frankreich gibt es Croissants und Brioche, in Schweden belegt man die Brote eher herzhaft mit Lachs und Eibutter. Die Spanier lassen sich leckere Emparedados schmecken und in England gibt es Bohnen mit Speck.


Geheimnisvoller Orient

Es hat sich doch fast jeder schon einmal aus dem Kaffeesatz eines türkischen Mokkas seine Zukunft lesen lassen, oder? Wenn nicht, auch nicht schlimm ;-)

Jedenfalls lernt Ihr hier die Kaffeespezialitäten aus dem Libanon, der Türkei, Rumänien u.a. kennen und dazu gibt es Syrische Kataif Pfannkuchen, gefüllte Datteln, oder Tunesischen Karamell-Reis. Schlemmen wie in 1001 Nacht.


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Fazit:

Ein recht kleines, vielseitiges Kochbuch mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Rezepten. Es gibt sehr viele Kaffeespezialitäten und die dazugehörigen Speisen aus aller Welt.

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Meine Bewertung:



Rezepte mit Herz - Gnocchi mit Hühnchen und Kirschtomaten

Der Valentinstag liegt ja nun doch schon 2 Tage zurück und da das ganze Internetz quasi voll von pinken Herzchen war und man überall Werbung für Blumensträuße, Pralinen und sonstigen Kitsch sah, habe ich mich an diesem Tag mal dezent zurückgehalten.

Eigentlich ist dieser Tag der Liebenden ja schon eine tolle Sache, aber letztendlich verdienen sich an diesem Tag nur die Herstellern von Liebesprodukten eine goldene Nase. Klar mag ich auch Blumen, aber die kann man sich auch an einem anderen Tag von seinem Liebsten schenken lassen - ist dann auch viel günstiger ;-)

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Jedenfalls verlief dieser Valentinstag bei uns recht ruhig - es gab schon ein paar kleine Liebesbeweise, denn so ganz ohne geht ja auch ned..... aber Hauptsache es gibt was gescheites zum Essen, oder? Und deshalb fand ich die Idee von This is what we love ziemlich gut, als sie mich fragten, ob ich eine Idee für ein Rezept mit Herz hätte - die einzige Schwierigkeit dabei war, man hatte 3 Zutaten zur Verfügung, die unbedingt verkocht bzw. verbacken werden mussten.


Und da ich solche Herausforderungen mag, sagte ich zu und promt flatterten die folgenden Zutaten in meine Mailbox:

  • Gnocchi
  • Hühnchen
  • Tomaten

Da lässt sich doch was draus machen - es hätte ja auch viel schlimmer kommen können! Ich darf gar ned dran denken, was ich getan hätte, wenn Ziegenkäse, Paprika und Oliven für mich ausgesucht worden wären.....

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Die Zutaten waren schnell eingekauft und ich musste gar nicht lange überlegen, denn diese 3 Sachen harmonieren ja eh schon perfekt miteinander und da ich letztens ja zum ersten Mal Gnocchi selbstgemacht hatte, wurden diese auch nicht gekauft. Ich muss aber sagen, dass ich dieses Mal nicht ganz so zufrieden mit den Gnocchi war, aber das lag daran, dass ich mir einfach zu wenig Zeit gelassen habe und die Kartoffeln hatten nicht genügend Zeit um richtig auszudampfen. Aber am Ende war es dann trotzdem total lecker und als mein Schatz von der Arbeit nach Hause kam, war die Pfanne ratzfatz leer gegessen! Also kann es ja nicht so schlimm gewesen sein ;-)


Zutaten:
(Für die Gnocchi bitte das erprobte Rezept verwenden, dass ich HIER bereits aufgeschrieben habe.)

2 Hühnerbrüste
1 Zwiebel
1 Handvoll Kirschtomaten
Rucola
passierte Tomaten
gehobelten Parmesan
getrockneter Thymian
edelsüsses Paprikapulver
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zuerst werden die Zwiebeln in dünne Halbringe geschnitten. Die Hühnerbrust waschen, abtupfen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Hühnerfleisch darin anbraten und mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Jetzt die Zwiebeln in etwas Öl anbraten, Fleisch wieder in die Pfanne geben und die passierten Tomaten und den Thymian dazugeben. Alles ca. 8 Minuten köcheln lassen und dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun werden die inzwischen fertig gekochten Gnocchi untergemischt und anschließend wird dieses mediterran angehauchtes Gericht zusammen mit Rucola, Kirschtomaten und Parmesan auf tiefen Tellern angerichtet.


Wer dieses Gericht unter der Woche nachkochen möchte, der kann hier auch getrost auf frische Gnocchi aus dem Kühlregal zurückgreifen. 

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Fazit:

Ein einfaches und leckeres Gericht mit dem man das ein oder andere Herz gewinnen kann. Meinem Schatz hat es jedenfalls geschmeckt und das ist das Wichtigste!

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Wer wissen möchte, welche Rezepte mit Herz noch so in den letzten Tagen kreiert wurden, der sollte mal auf folgenden Blogs vorbeischauen:



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Was konnte man am Valentinstag bei Euch auf dem Teller finden?


"Smutje, wehe dein Essen schmeckt nicht!"

Heute entführe ich Euch in den Norden von Deutschland und ich will auch gar ned lange rumschnacken. Ein Essen ohne großen Aufwand und ohne ChiChi, dafür ist es deftig und macht satt und glücklich! Und ich bin mir sicher, dass der Smutje hier nichts zu befürchten hat, wenn er seiner Mannschaft einen großen Pott voller Birnen, Bohnen und Speck serviert!


Für uns war es das erste Mal, dass wir diese typische norddeutsche Spezialität gegessen haben. Wir fanden es schon lecker, aber irgendwie fehlte uns das gewisse Etwas. Das kann man sicherlich noch etwas tunen....

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Das Rezept stammt übrigens aus einem wundervollen Kochbuch namens Matjes, Grog & Seemannsgarn: Auf großer Fahrt mit Rezepten, Liedern & Geschichten , dass ich in meinem kleinen Kochbuchland bereits auf Herz und Nieren durchgeschmökert habe.

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Für 4 hungrige Matrosen benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 Zwiebeln
150g geräuchter Speck
600ml Gemüsebrühe
300g grüne Bohnen (ich hab nur Stangenbohnen bekommen, die tun's auch!)
2 Birnen
1 TL getrocknetes Bohnenkraut
Pfeffer und Salz

Zubereitung:

Zuerst schneidet Ihr die Zwiebeln in feine Ringe und gebt diese zusammen mit dem ganzen Speckstück in die vorbereitete Gemüsebrühe. Alles aufkochen lassen und ca. 15 Minuten vor sich hin köcheln lassen.

In der Zwischenzeit könnt Ihr die geputzten Bohnen in grobe Stücke schneiden. Diese kommen dann zusammen mit dem Bohnenkraut in den Topf und alles darf noch einmal etwa 10 Minuten kochen, bis die Bohnen gar sind.

Kurz vor Schluss werden die Birnen noch schnell geachtelt (Kerne entfernen!) und dann dürfen sie in der Brühe noch ein kurzes Bad nehmen. Den Speck herausnehmen, in kleine Stücke schneiden und anschließend wieder unterrühren.

Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und am besten mit Kartoffeln servieren.

Sollte die Brühe etwas zu dünn sein, kann diese noch mit etwas Speisestärke angedickt werden.


Und wer für den kommenden Valentinstag noch eine reizende Liebeserklärung sucht, auch dem kann unser Smutje helfen:

"Hering, ich bin so verschossen
in deine starken Rückenflossen.
Und spür ich deine Silberhaut,
wär ich gern deine Heringsbraut"

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Und weil's grad so perfekt passt, ist das mein Beitrag zum aktuellen Event vom Gärtner-Blog, bei dem sich im Februar alles um Bohnen dreht.

Garten-Koch-Event Februar 2014: Bohnen [28.02.2014]

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen guten Wochenstart und Schiff ahoi!





Kochbuchrezension: Matjes, Grog & Seemannsgarn - Auf großer Fahrt mit Rezepten, Liedern & Geschichten

AHOI Matrosen, oder einfach Moin Moin!

So begrüßt man sich meist im Norden von Deutschland und da ich heute ein druckfrisches Kochbuch für Euch habe, dass mich ab der ersten Seite komplett fasziniert hat, fand ich diese Begrüßung mehr als angemessen. Ich mag die Nordsee und die Mentalität der Menschen, die  man dort antrifft wirklich sehr und wenn man sich in einem kleinen Fischerdorf am Meer niederlässt und den Geschichten der alten Seebären zuhört, komme ich total ins Schwärmen.

Umso größer war meine Freude, als einer meiner Lieblingsverlage ein besonderes Kochbuch zu diesem Thema herausgebracht hat. Natürlich habe ich auch sofort ein Rezept aus diesem Buch nachgekocht und das passiert normalerweise nicht in so kurzer Zeit. Meist dauert es schon ein paar Wochen, oder Monate. Aber jetzt will ich Euch nicht länger auf die Folter spannen und ich öffne den Vorhang für:


von Constanze Guhr, Bettina Snowdon, Martin Lagoda
160 Seiten
ISBN: 978 3 8369 2752 9
EUR 19,95

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Wer die Kochbücher aus dem Gerstenberg Verlag kennt, der weiß, dass diese nur selten Rezeptfotos enthalten. Aber wer braucht diese schon, wenn die Bücher mit wundervollen Illustrationen und Zeichnungen ausgestattet sind? Ich finde diese Art der Gestaltung wirklich besonders und sehr ansprechend und deshalb mag ich diese Buchreihe besonders gerne. 

Das Buch ist in 5 Kapitel aufgeteilt, die ich Euch gleich vorstelle. Doch hier reiht sich nicht ein Rezept ans andere, denn dazwischen findet man viele Anekdoten, Geschichten, Seemannslieder und so manch heiteren Spruch. Da macht das Schmökern so richtig viel Spaß und man lernt so einiges dazu, oder wisst Ihr wie man sich in 3 Schritten zu einem echten Piraten verwandeln kann? :-)

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1. HAMBURGER HAFEN ADE, DIE FERNE RUFT

Leinen los und ab geht es aufs große Meer - bevor Ihr startet solltet Ihr aber Eure Kombüse nochmal checken, denn wir wollen ja nicht das jemand verhungert, aber vorsichtshalber kann man sich ja im Hamburger Hafen den Magen nochmal vollschlagen, mit leckeren Gerichten, wie z.B.

  • Hamburger Krabbensuppe
  • Snuten und Poten
  • Pannfisch mit Bratkartoffeln
  • u.v.m.

Solltet Ihr ein typisches Landei sein, müsst Ihr Euch auch noch unbedingt das ABC des Seemanns durchlesen und Euch mit dem Dresscode an Bord vertraut machen.


2. LANGE TAGE, LANGE NÄCHTE

Nun sind wir endlich in See gestochen und schippern durch das unendlich weite Meer und lassen uns die salzige Seeluft um die Ohren wehen, während wir ein lustiges Seemannslied vor uns her trällern. Frische Luft macht hungrig, also zaubert unsere Smutje mal schnell einige Leckereien:

  • Schwarzsauer mit Grießklößchen
  • Labskaus
  • Dithmarscher Mehlbeutel
  • Saure Linsen
  • und andere deftige Sachen

Und während man sich zum Essen einen starker Grog gönnt, erklärt einem der Käptn die Unterschiede zwischen Backbord und Steuerbord und erzählt uns die wahre Geschichte über die Augenklappe. Hört sich spannend an, oder?


3. VOLLE KRAFT VORAUS INS ABENTEUER!

Nun sind wir schon soweit weg von zuhause und haben bereits das andere Ende der Welt erreicht. Klar das wir hier die einheimischen Spezialitäten probieren möchten! Und so kehren wir in jeder Hafenkneipe ein und lassen uns mit den folgenden Köstlichkeiten verwöhnen:

  • Irish Stew
  • Fisch im Bananenblatt vom Grill
  • Süße Buchweizengrütze mit Orange
  • Sjömannsbiff
  • u.v.m.

Und ausnahmsweise lassen wir die Rum-Bottle mal an Deck und lassen uns hervorragende Cocktails schmecken, deren Rezepte in einer Flaschenpost gesichert wurden.


4. TIEF DAS MEER UND VOLLER RÄTSEL

Je länger man auf See ist, desto verrückter wird man! Dann sieht man plötzlich den Klabautermann, hört merkwürdiges Gepolter an Deck, als wenn ein Geist mit einer Kanonenkugel am Fuß über die Planken schlurft..... in solchen Situationen hilft einfach nur Rum, oder man lässt sich vom Smutje etwas beruigendes kochen.....

  • Friesentorte
  • Sailor's Duff oder Half Pay Pudding
  • Roter Heringssalat
  • Mockturtlesuppe
  • u.v.m.


5. DIE LUFT RIECHT SCHON NACH HEIMATHAFEN

Land in Sicht!! Gott sei Dank sind wir bald wieder zuhause. Endlich wieder bei der geliebten Dirn, die einen schon so lange vermisst. Aber bevor man das ganze Seemannsgarn der vergangenen Wochen zusammenspinnt, muss erstmal was gescheites zum Essen her!

  • Hamburger Stubenküken
  • Wolfsbarsch in Salzkruste
  • Dänischer Schweinebraten (Rezept steht bereits auf der Nachkochliste!)
  • Snüsch
  • u.v.m.


Als Einstieg in die Seemannsküche habe ich mich für einen totalen Klassiker entschieden, den Ihr sicherlich alle kennt. Es gab Birnen, Bohnen und Speck! Macht satt, ist deftig und schmeckt! 


Zum Rezept geht es HIER entlang.

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Meine Bewertung:



Ich bin gerade selbst etwas erstaunt über die einleitenden Texte, die ich zu jedem Kapitel geschrieben habe, denn normalerweise muss ich schon etwas länger nachdenken, aber gerade eben ging das fast wie von alleine. Für mich ist das ein Zeichen, dass mich dieses Buch total gefangen hat. Ich glaube auch, dass Ihr das aus meinen Wörtern herauslesen könnt, oder?

Dem Gerstenberg Verlag ist hier mal wieder ein phantastisches, außergewöhnliches Kochbuch entsprungen, dass mir wirklich sehr gut gefällt!




AKW 4 - Tatütata - Die Feuerwehr ist da!

Wenn  man einen Freund hat, der ein echter Feuerwehrmann ist, hat man es auch ned immer leicht *grins* - ein echter Mann muss eben durchs Feuer gehen und da macht man so einiges mit... 

Auch wenn wir jetzt in Sichtweite der Freiwilligen Feuerwehr Oberding wohnen, ist A. aktuell noch heimatlos, aber das wird sich sicherlich bald ändern...

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Was das Essen angeht, geht es bei den Feuerwehren meist deftig und einfach zu - zu den beliebtesten Mahlzeiten gehört wohl immer noch der feurige Gulasch aus der Gulaschkanone, aber im Vogtland gibt es dann noch die "Feierwehrspalken"!


Gulaschkanone

Der Name setzt sich aus Feierwehr (hochdeutsch: Feuerwehr) und Spalken (hochdeutsch: Eintopf) zusammen und eigentlich ist es nichts anderes als ein leckerer Möhreneintopf, den ich schon als Kind geliebt habe. Und da auch A. diesen Eintopf sehr gerne mag, hat er sich diesen gleich mal gewünscht und da ich meinem Schatz ja fast alle Wünsche erfülle, gab es am vergangenen Wochenende einen großen Kochtopf voll mit Spalken.


Bei diesem Eintopf ist es sehr wichtig, dass man ein gutes Stück Rinder-Kochfleisch verwendet, denn mit Brühe, oder irgendeinem Pülverchen wird des nix! Ein genaues Rezept habe ich für diesen Eintopf eigentlich gar nicht, weil ich das einfach so aus dem Handgelenk mache, aber ich versuche es so gut es geht aufzuschreiben - aber Ihr habt ja eh genug Phantasie und mit etwas Kocherfahrung ist das nun wirklich kein Problem!

Möhreneintopf - Feierwehrspalken

Zutaten:

1 Stück Rindfleisch (Kochfleisch) - ca. 400g
1 Bund Suppengrün (Sellerie, Möhre, Petersilie, Lauch)
1,5 kg Möhren
4-5 Kartoffeln
Salz, Pfeffer, frische Petersilie
etwas Mehl

Zubereitung:

Das Rindfleisch wird in einen großen Topf mit reichlich kalten Wasser gelegt. Das Suppengrün komplett in kleine Würfelchen schneiden und dazugeben. Reichlich Pfeffer und Salz dazugeben und alles zum Kochen bringen und 1,5 bis 2 Stunden köcheln lassen. Das Fleisch aus der Brühe nehmen, in kleine Stücke schneiden und zurück in den Topf geben.

Die Möhren und Kartoffeln schälen und anschließend in grobe Stücke schneiden. Alles ca. eine halbe Stunde kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und frisch gehackte Petersilie unterrühren. Wer mag kann noch etwas Wasser mit Mehl anrühren und das Ganze in den Eintopf geben, um diesen noch ein bisschen anzudicken.

Traditionell wird zum Eintopf entweder frisches Brot ohne alles gereicht, oder es gibt einfach ne Leberwurscht-Bemme dazu.


Ich wünsche Euch einen guten Appetit!



Kochbuchrezension: Arme Ritter und Errötende Jungfrauen

Es gibt ja eine Menge an Rezepten, bei denen man aufgrund des Namens meist etwas ins Stutzen gerät. Oder wisst Ihr auf Anhieb was z.B. ein Holländischer Hochzeitsmacher, ein Schwarzer Magister, oder Teufel zu Pferde sind?

Ich wusste es nicht, bis dieses wunderbare Büchlein bei mir einzog. Klar weiß ich was ein Strammer Max, oder ein Rehrücken ist, aber wie diese Namen entstanden sind, weiß man nur selten. Und bei den meisten dieser meist merkwürdigen Titel, gibt es in diesem Buch die Erklärung inklusive Rezept dazu. In diesem Buch findet man keine perfekten Fotos, sondern passende Illustrationen zur jeweiligen Speise.


ISBN 3517008206
144 Seiten

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Menschlich - allzu menschlich

Im ersten Kapitel dieses Buches dreht sich alles um Rezepte, deren Titel in irgendeiner Weise etwas mit einem Menschen zu tun hat.

Beispiele:

  • Aposteltorte
  • Ausgezogene
  • Großer Hans
  • Jan im Sack
  • Mohrenköpfe
  • Ohnmächtiger Priester
  • u.v.m.

Hier wird auch deutlich, dass manche Namen aus anderen Ländern übernommen wurden und schließlich leicht abgewandelt wurden. Ein gutes Beispiel ist hier der Ohnmächtige Priester, der auch als Imam der in Ohnmacht fiel bekannt ist. Es handelt sich hier um eine türkische Nationalspeise, die bei den Griechen als Kleine Schuhe bezeichnet wird. Wirklich höchst interessant!


Wilde und zahme Tiere

Auch Tiere kommen oft in Rezept-Titeln vor so gibt es beispielsweise ein klassisches Weihnachtsgebäck, welches den Namen Bärentatzen trägt - Warum? Weil die Form dieser Kekse einer Bärenpfote nachempfunden wurde. Alternativ wird dieses Gebäck auch als Hahnenkämme bezeichnet.

Weitere Beispiele:

  • Bamberger Spatzen
  • Hummelkuchen
  • Katzenzungen
  • Ochsenaugen
  • Storchennester
  • u.v.m.



Aus der Pflanzenwelt

Auch die Natur hat einigen Rezepten ihren Namen gegeben. Wisst Ihr warum die Kichererbsen eigentlich Kichererbsen heißen. Nein man muss sich davon nicht kaputtlachen und man bekommt auch keinen Lachanfall - eigentlich ganz einfach, denn der Name leitet sich von der lateinischen Bezeichnung cicer ab, was Kichererbse bedeutet.

Weiterhin findet Ihr in diesem Abschnitt z.B. Äpfel im Schlafrock, eine Baumwollsuppe, Tannenzapfen und mehr.


Haus und Hof

Ja auch hier kann man so einige Speisen finden bzw. ableiten. So gibt es den Elf-Löffel-Strudel, Hobelspäne, Schuhsohlen, ein Kopfkissen und noch andere kuriose Sachen zu entdecken. Ja wir sind immer noch beim Kochen & Backen! *zwinker*

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Von Himmel, Erde und Hölle

Als ich diese Überschrift zum ersten Mal gelesen habe, fiel mir natürlich sofort das Gericht Himmel und Erde ein, denn das ist ja in ganz Deutschland bekannt und das darf in diesem Buch natürlich nicht fehlen!

Weitere Beispiele:

  • Engelskuchen
  • Feenspeise
  • Goldene Passauer Haube
  • Liegnitzer Bomben
  • Windbeutel
  • u.v.m.


Allerlei

Und jetzt sind wir schon beim letzten Kapitel angelangt. Schade eigentlich, denn es macht viel Spaß in diesem Buch zu blättern. Auf den abschließenden Seiten findet Ihr Rezepte, die nicht so wirklich in eine der o.g. Abschnitte passt. 

Beispiele:

  • Handkäs mit Musik
  • Kladderadatsch
  • Liebesknochen
  • Schillerlocken
  • Verschlungene Gedanken
  • und mehr

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Was soll ich jetzt noch großartig sagen, Ihr habt sicherlich beim Lesen schon gemerkt, wie toll ich dieses Buch finde! Und Ihr wolltet doch schon immer mal wissen, was sich hinter so manchem komischen Rezept-Namen verbirgt, oder? Dieses Buch wird Euch dabei eine große Hilfe sein.

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Meine Bewertung:



Aromatic Meat Lo(af)ve - Amerikanischer Hackbraten

Ja ich weiß.... ich wollte Euch dieses Knaller-Rezept bereits vergangene Woche zeigen, aber wie so oft kommt da hin und wieder mal etwas dazwischen und das Bloggen bleibt auf der Strecke, aber was erzähl ich Euch das überhaupt... Ihr kennt das sicherlich alle, wenn nicht mach ich irgendwas falsch...

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Bevor es los geht, möchte ich mich aber zuerst bei Zorra und bei Bella für das aktuelle Blogevent "Kulinarischer Roadtrip durch die USA" bedanken, denn ohne dieses hätten wir wohl nie dieses phantastische Rezept ausprobiert!

Blog-Event XVC - Kulinarischer Roadtrip durch die USA (Einsendeschluss 15. Februar 2014)

USA und das Essen, das ist ja auch so ne Geschichte. Wenn man gefragt wird, was so typisch amerikanisch ist, dann allen einem zuerst Burger, Hot Dogs, Brownies, Cookies und der berühmte New York Cheesecake ein, aber dann wird's schon etwas dünne....

Als ich 2004 zum ersten Mal (bis jetzt gab es auch keine Wiederholung) in Kalifornien war, habe ich mich ehrlich gesagt auch noch nicht wirklich für gutes Essen interessiert. Damals futterten wir uns von einem Burgerhaus zum nächsten Sandwichladen durch, wobei man sagen muss, dass es dort wirklich die besten Burger gibt!! Wenn ich an die riesigen Supermärkte zurück denke, in denen man sich aufgrund der sehr kühlen Temperaturen am besten mit einem Pelzmantel ausrüsten sollte, kann ich mich auch nur noch an sehr teures, frisches Gemüse und Unmengen an Bier erinnern. Da wundert es mich auch nicht, dass viele Amerikaner auf günstiges Fast Food zurückgreifen, denn das Gemüse wäre mir auch zu teuer!

Ich muss gerade etwas schmunzeln.. als ich mir eben noch einmal die Fotos von damals durchgesehen habe, musste ich feststellen, dass es Kein einziges!! Foodfoto gibt - unglaublich aber wahr!

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Während meiner Blogzeit habe ich dann auch schon einige amerikanische Rezepte ausprobiert, die ich auch heute noch hin und wieder zubereite. Zum einen wäre das der typische Krautsalat namens Cole Slaw, aber auch der Cheesecake fasziniert mich jedes Mal aufs Neue und deshalb gibt es diesen schon in mehreren Varianten bei mir. (New York Cheesecake und California Cheesecake mit Pekannüssen).

Aber das war's dann auch schon, aber glücklicherweise habe ich ja mehrere Kochbücher zum Thema USA, die ich in den letzten Tagen sehr lange durchforstet habe. Schon am Beginn meiner Recherche fiel mir auf, dass es in den USA unzählige Varianten von Hackbraten gibt, was mich auch irgendwie etwas erstaunte. Seit der Kolonialzeit, Mitte des 19. Jahrhunderts, ist der Hackbraten aus Amerika nicht mehr wegzudenken. Einst wurde dieser meistens aus Kalbfleisch zubereitet, aber heutzutage empfiehlt sich eine Mischung aus Kalb-, Schweine- und Rindfleisch, weil dadurch der Braten aromatischer und lockerer wird. Auch auf eine kräftige Gewürzmischung sollte man nicht verzichten, denn der Geschmack wird während der Backzeit weniger und das wollen wir ja nicht! Hackbraten wird meist in größeren Mengen zubereitet, da man ihn hinterher auch noch gut weiterverwenden kann, z.B. für Sandwiches usw.


Und nun zum Rezept, welches aus dem Buch USA Kochbuch von Sheila Lukins (Rezension folgt) stammt. Wie immer habe ich einige Zutaten ersetzt, oder komplett weggelassen. :-)

Zutaten:

1 kg gemischtes Hackfleisch (Schwein/Rind)
1 Zwiebel
2 Möhren (ich hab hier 2 Purple Haze genommen) 
2 Knoblauchzehen
1 Ei
Semmelbrösel
220g Frühstücksspeck in Streifen (Bacon)
1 TL getrocknetes Basilikum
1/2 TL Chiliflocken
1 TL Zimt
1 TL Musaktnuss gemahlen
1/2 TL Piment
3 EL HEINZ Ketchup
3 EL Barbecue Sauce
125ml Schlagsahne
Salz, Pfeffer
Sonnenblumenöl

(weggelassen habe ich: 1 Selleriestange, 1 grüne Paprikaschote und Tabasco)

Zubereitung:

Zuerst wird die Zwiebel, die Möhren und der Knoblauch in kleine Würfelchen geschnitten. Dann erhitzt Ihr etwas Öl in einer Pfanne und lasst darin das Gemüse etwa 10 Minuten garen.


Inzwischen wird die Gewürzmischung für den Hackbraten hergestellt. Dafür gebt Ihr Basilikum, Muskat, Zimt, Chili, Piment, Salz und Pfeffer in eine kleine Schüssel und vermengt das Ganze. Die Gewürze werden nun zum Gemüse in die Pfanne gegeben und gut durchgeführt und alles wird dann beiseite gestellt.

Das Hackfleisch nun in eine große Schüssel geben. Sahne, Ei, Ketchup und Barbecuesauce in einer separaten Schüssel verrühren und dann zum Hackfleisch geben. Semmelbrösel darübergeben und alles gut mit den Händen vermengen. Jetzt kommt das Gemüse noch dazu und alles wird gut vermischt. Sollte die Masse noch zu feucht sein, einfach noch ein paar Semmelbrösel untermischen. Sollte die Masse zu fest sein, einfach noch etwas Ketchup, oder Barbecuesauce dazu geben.

Backofen auf 180° Umluft vorheizen.

Aus der Hackfleischmasse wird nun ein großer, ovaler Laib geformt, der in eine passende Auflaufform gesetzt wird. Bevor das Ganze in den Ofen wandert, wird der Hackbraten noch mit Speckstreifen umhüllt. Das sieht dann in etwa so aus:


Der Hackbraten darf nun ca. 1 Stunde im Backofen fertig backen bis der Speck richtig schön knusprig ist.


Bei uns gab es dazu Kartoffelbrei und noch einen Rest Sauerkraut. Für viele ist unser Kartoffelbrei wohl eher Kartoffelstampf, aber auch das ist von Region zu Region verschieden. ;-)


Unser Fazit:

WOW! Das ist der beste Hackbraten den wir bis jetzt gegessen haben. Schon alleine die Vielfalt der Gewürze ist wahnsinnig toll, der Zimt und das Piment und auch die rauchigen Aromen harmonieren zusammen einfach megamäßig! Der Hackbraten ist total saftig und hat durch die Chili auch noch eine ganz leichte Schärfe. Auch am nächsten Tag war der Braten noch total lecker! Das ist definitiv ein Rezept, dass wir beim nächsten Besuch der Eltern bzw. Schwiegereltern servieren werden.