Von Zuckertoast bis Haute Cuisine

Viele lieben SIE, aber es gibt auch einige, die SIE nicht mögen (was ich gar nicht verstehen kann...), denn was SIE alles so auf die Beine stellt und möglich macht, ist meiner Meinung nach bombastisch!

In den Foodbloggerkreisen nennt man SIE auch zurecht "Rampensau" - was hier ein absolutes Kompliment sein soll! 

Nicht ohne Grund gehört SIE zu einer der erfolgreichsten Foodbloggerinnen in Deutschland und da gehört wirklich so einiges dazu. Da können sich viele (mich inbegriffen) wirklich ne dicke Scheibe abschneiden.

Aber bevor ich hier weiterschreibe, möchte ich das SIE gerne durch IHREN Namen ersetzen, dann ist das Ganze auch gleich bisserl persönlicher finde ich.

****

Die Rede ist von:

Astrid Paul
Im Netz wohl eher bekannt als Arthurs Tochter kocht (AT)

Roman Knie / Collection Rolf Heyne

****

Wenn man den Blog von AT regelmäßig verfolgt, erlebt man dort so allerlei kulinarische Highlights, die von AT stets mit einer Prise Humor präsentiert werden. Spontan fällt mir da die Geschichte mit dem Einbrennen einer Pfanne ein, was zur Folge hatte, dass die Feuerwehr anrückte. 

Ein weiterer Höhepunkt des letzten Jahres, war das grandiose Blogevent "Ein Löffel geht auf Reisen"  - auf so ne Idee muss man erstmal kommen. Da werden mal schnell zig Holzlöffel in die weite Welt verschickt, mit dem Ziel diesen in verrückten, außergewöhnlichen Posen zu fotografieren. Wahnsinn!  

****

Doch es ist eben nicht alles Gold was glänzt und um dahin zu kommen, wo AT heute steht hat sie so einiges durchgemacht. es waren nicht nur schöne Dinge, aber AT hat sich durch's bewegte Leben gebissen und hat gewonnen. Und im April diesen Jahres war es dann soweit! 

****

wurde im renommierten Verlag Collection Rolf Heyne veröffentlicht.

Copyright: Collection Rolf Heyne

****

Als ich das Buch in den Händen hielt, war ich irgendwie schon ein bisschen stolz, denn wenn es um ein Buch geht, wo man die Autorin ja doch irgendwie kennt, ist das schon was besonderes. Ich hatte das Buch auch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, denn es zieht einen wirklich mit. Zwischendrin musste ich mir sogar manchmal ein Tränchen aus dem Auge wischen z.B. wenn Astrid von ihrer Kindheit, Zuckertoast und Haferbrei erzählt. Es war keine einfache Zeit für das kleine dünne Mädchen, in der Schule wurde sie von ihren Kameraden ausgelacht und keiner gab sich mit ihr ab.

Mit 18 zog Astrid dann in ihre erste eigene Wohnung und machte eine kaufmännische Ausbildung. Alles schön und gut, aber glücklich war sie mit dieser Situation nicht und was für sie am schlimmsten war - das Alleinsein....

Aus Verzweiflung begann A. dann eine gastronomische Ausbildung und lernte hier die ersten kulinarischen Schätze kennen. So ganz nebenbei zwischen Lernstress & Co schmiss A. dann nachts auch noch eine Bar, um sich über Wasser zu halten.

Kurz Zeit später eröffnete sie dann ihr erstes eigenes Cafe und war in der Altstadt als Rühreierqueen bekannt. Astrid war zum ersten Mal richtig glücklich!

Dann kam das Kind, das Hotel und das Restaurant dazu und im Leben von A. ging es weiter auf und ab.

Im Jahre 2004 begann dann sozusagen die kulinarische Leidenschaft von A. und von da an wollte sie einfach alles übers Kochen, Essen und deren Hintergründe wissen. Und sie wollte es auch mit anderen teilen und somit entstand dann 2009 der Blog Arthurs Tochter kocht - der Anfang einer großen Karriere würde ich mal so spontan sagen.

Und so ein Bloggerleben kann ganz schön aufregend sein und teilweise auch sehr anstrengend, so dass  man Gefahr läuft sich zu übernehmen. Im Buch beschreibt Astrid so ziemlich alle Stufen, die man als Blogger so durchlaufen kann, sei es der Kleinkrieg unter den Bloggern oder teils heftige Auseinandersetzungen mit Werbefirmen, oder Leute die einem irgendwas "Gutes" tun wollen...

Man erfährt viele persönliche Dinge aus Astrids Leben, die man sich so nie vorgestellt hätte und sie gibt einen tiefen Einblick in die verwirrte Bloggerwelt. Meiner Meinung nach eine sehr gute Mischung. Zwischen den einzelnen Kapiteln, werden einige ihrer Lieblingsrezepte vorgestellt.

Ich könnte jetzt noch stundenlang über das Buch weiterschreiben, aber ich möchte ja auch nicht zuviel preisgeben. Am besten ihr lasst Euch dieses tolle Buch zum Nikolaus oder zu Weihnachten schenken und Ihr werdet es nicht bereuen.

Auch Leuten, die mit Essen jetzt nicht so wirklich viel am Hut haben, kann ich dieses Buch empfehlen, denn wo bekommt man sonst einen so ausführlichen Blick hinter die Kulissen eines Foodblogs?

****

Ich danke Astrid für dieses tolle Buch und bin echt stolz auf sie! Irgendwie ist sie mittlerweile ja auch schon sowas wie ein Vorbild für mich geworden und beim Lesen des Buches, konnte ich erstaunlicherweise auch einige Gemeinsamkeiten feststellen. Womit wir wieder bei Rampensau und Stehaufmännchen wären.... eine starke, bewundernswerte Frau mit einem bewegten Leben.

****

Zitat: "Nenn mich Arthurs Tochter. Das bin ich."



Blond, blond, blond sind alle meine... Brownies

Geburtstage können ganz schön stressig sein muss ich zugeben.. nun hatte ich mir dieses Jahr eigentlich eher ein paar ruhigere Tage vorgestellt, aber wie es meistens so ist, kommt wieder alles anders... jedenfalls bin ich jetzt gerade ziemlich groggy und mega froh, dass der heutige Arbeitstag rum ist!

Bloggen wollte ich heute eigentlich auch nicht mehr, aber da mein diesjähriger Geburtstagskuchen so beliebt war, wollten einige meiner Kollegen und auch viele meiner Facebook-Fans sofort das Rezept. Und da ich Euch nicht so lange warten lassen möchte, kommt es hier auch sofort. :-) - ja so bin ich halt *zwinker*


Meine Geburtstags-Blondies
(für ein 30x40 cm Backblech)

Zutaten:

200g weiße Schokolade
200g Margarine (Alsan) - man kann aber auch normale Butter nehmen
200g gehackte Mandeln
8 Eier
150g Rohrzucker
2 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
200g Mehl
2 TL Weinstein-Backpulver
170g Kokosraspel

100g Aprikosenmarmelade - ich hatte gerade die Süße Venus mit Vanille im Haus, passt perfekt!
50g Kokosraspel zum bestreuen

Zubereitung:

Zuerst hackt Ihr die weiße Schokolade in grobe Stücke und gebt diese zusammen mit der Margarine in einen Topf und lasst diese unter Rühren schmelzen. Die Masse abkühlen lassen.

Nun den Rohrzucker, die Eier, Vanillezucker und eine Prise Salz mit dem Handmixer cremig schlagen. Mehl, Backpulver, Kokosraspel und Mandeln dazugeben und alles mit dem MIxer langsam verrühren. Dann nach und nach die Schokoladen-Margarine-Masse dazu gießen, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.

Backofen vorheizen - 180 Grad (Umluft 160 Grad)

Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech verteilen und auf der 2. Schiene von unten ca. 20 Minuten backen.

Kuchen aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Aprikosenmarmelade in einem kleinen Tiegel kurz erhitzen und diese dann mit Hilfe eines Pinsels auf dem noch leicht warmen Kuchen verteilen. Kokosraspel darüberrieseln lassen und auskühlen lassen.

Rezeptinspiration: (leicht abgewandelt) - Essen & Trinken

Fazit: Wie oben schon kurz erwähnt, war der Kuchen innerhalb von kürzester Zeit vernascht und meine Kollegen waren total begeistert und ich habe mich natürlich sehr über das Lob gefreut. :-)

****

Und was wäre ein Geburtstag ohne Geschenke?? Wäre ja schon ziemlich traurig, oder? Ja und dreimal dürft Ihr raten was ich bekommen habe *g* - na klar - Kochbücher!! :-) in so einem Fall ist meine Amazon-Wunschliste wirklich Gold wert, so kann man doppelte Geschenke vermeiden und man kann eigentlich nichts falsch machen und die Auswahl ist auch recht groß (bei mir zumindest....)

Folgende 4 Schätzchen durften bei mir einziehen und ich freue mich riesig und in den nächsten Tagen werde ich wohl ziemlich viele bunte Zettelchen verkleben, wenn ich mich so durch diese tollen Bücher arbeite.

****

Ein Buch das schon sehr lange auf meiner Wunschliste steht und bei vielen meiner Bloggerkollegen (z.B. Foodina oder German Abendbrot) schon wahre Begeisterungsstürme ausgelöst hat, habe ich von meinen lieben Kollegen bekommen.



Von meinem Schatz habe ich gleich zwei meiner favorisierten Kochbücher bekommen, zum einen das neueste Werk von Tim Mälzer.. den ich eigentlich nicht so wirklich mag..... aber da dieses Buch in unser Kochbuchgruppe in den letzten Wochen ebenfalls sehr viel gute Kritik bekommen hat, bekommt der Tim nun auch noch eine Chance ;-)



Und als Zweites landete noch ein weiteres vegetarisches Kochbuch auf meinem Geburtstagstisch. Dieses Buch muss eigentlich jeder Foodblogger besitzen, denn es stammt von Katharina Seiser, welche ebenfalls bloggt und nun die grünen österreichischen Gerichte auf den Tisch bringt.



Alle guten Dinge sind doch Vier, oder? Von Sandra, einer ganz lieben Freundin und ebenfalls Bloggerin bekam ich dieses außergewöhnliche vegane Kochbuch. Allein schon die Aufmachung haut mich persönlich vom Hocker und das obwohl ich es erst kurz durchgeblättert habe.



Vielen lieben Dank auch hier noch einmal an alle, die mir mit diesen tollen Bücher eine wirklich riiiesengroße Freude bereitet haben!!

Ihr seht also, in nächster Zeit wird's es auf meinem Blog dann ziemlich bunt gemischt dahergehen, ich bin selbst gespannt, was mich alles für neue Rezepte erwarten - ich freue mich schon darauf! :-)

****

Zu guter letzt habe ich dann noch einen kleinen Restaurant-Tipp für die Münchner bzw. Umländer. Wir waren am Samstag im Saaz Unterschleißheim gewesen. Einem kleinen, recht unscheinbaren Inder. Da wir uns nicht entschieden konnten, gab es Thali für Zwei und so hatten wir eine bunte, sehr leckere Auswahl an verschiedensten indischen Gerichten, die durch die Bank weg sehr köstlich waren.



Sehr zu empfehlen!! Man sollte vorher reservieren, da das Lokal meist sehr gut besucht ist.

Saaz
Indisches Spezialitätenrestaurant
Alleestr. 11a
85716 Unterschleißheim

(N)Ostalgisches Mittagessen

Nur noch 2 Tage und dann gibt es ein großes Zusammentreffen der "Alten Schätzchen" und da möchte ich natürlich dabei sein! Und nein! das hat jetzt nichts damit zu tun, das ich in ein paar Tagen ein Jahr älter werde....

Zum Glück habe ich es noch rechtzeitig geschafft und gestern Abend startete ich meine Zeitmaschine und katapultierte mich mal schnell in die Schulzeit zurück, genauer gesagt in den Speisesaal meiner damaligen Polytechnischen Oberschule

****

Natürlich hatte ich auch einen Reiseführer dabei, der da heißt: Küchenbuch. Ratgeber für junge Leute  


Ich weiß gar nicht mehr so genau, wie lange ich dieses Buch schon habe und woher ich es habe.. jedenfalls wohnt es schon ziemlich lange bei mir. Es handelt sich hier nicht um ein klassisches Kochbuch, sondern eher um einen Ratgeber bzw. um ein Lehrbuch, dass wohl so ziemlich alle ehemaligen DDR-Bürger in Ihrer Schrankwand stehen hatten. Vermutlich gab's das von den Eltern gleich zur Jugendweihe oder Konfirmation gleich mit dazu. 

Wenn jemand keine Ahnung vom Kochen und dem ganzen Drumherum hat, für den ist dieses Buch Gold wert, auch noch in der heutigen Zeit - auch wenn manche Sachen schon ziemlich veraltet sind, aber im Großen und Ganzen sind die alten Ansichten was das Kochen betrifft, sowieso immer die Besten, oder?

Bei der Auswahl meines gestrigen Abendessens musste ich gar nicht so lange überlegen, denn als ich beim Fleischreis (auch Reisfleisch, Hühnertopf mit Reis, Reiseintopp usw.) angekommen war, erinnerte ich mich sofort an die Schulküche zurück. Ich glaube das Essen gab es damals mindestens einmal pro Woche..... aber geschmeckt hat es uns allen! Dann wird's ja mal wieder Zeit für ein Revival!


Ich habe mich zwar nicht hundertprozentig an das Originalrezept gehalten, aber das Ergebnis hat mich mal wieder total überzeugt. Auch nachdem ich heute die Reste verspeist hatte, war ich happy und zufrieden :-)

Zutaten:

250g Hühnerfleisch 
3 Möhren
1 Stange Lauch
150g TK-Erbsen
200g Reis
(da ich keinen normalen Reis mehr hier hatte, habe ich den Paellareis von Reishunger verwendet, hat hervorragend funktioniert! - Paella hätte ich eh nie im Leben gekocht... *g*)
ca. 1 Liter Hühnerbrühe
Salz, Pfeffer
etwas Margarine (Alsan) zum Anbraten
frische Kräuter (TK-Kräuter gehn auch)

Zubereitung:

Bevor es los geht, die Möhren schälen und in grobe Stücke schneiden. Den Lauch waschen, halbieren und in Ringe schneiden.

Dann das Hühnerfleisch in kleine Stücke schneiden und in zerlassener Margarine in einem großen Topf kurz anbraten lassen. Mit der Hühnerbrühe ablöschen und dann die Möhren, den Lauch und den Reis dazugeben. Aufkochen lassen und alles ca. 15 Minuten vor sich hin köcheln lassen. Ca. 7 Minuten vor Ende der Garzeit die Erbsen und die Kräuter dazugeben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einer frischen Scheibe Brot servieren. 

Ein perfektes Essen für kalte Herbsttage - pures Soulfood!

****

Dies ist mein Beitrag für das phantastisches Blog-Event - Alte Schätzchen, welches diesen Monat von Bushcooks Kitchen kreiert wurde. Die Zusammenfassung findet Ihr dann nach Event-Ende, wie gewohnt bei zorra vom kochtopf.

Blog-Event LXXXII - Alte Schätzchen (Einsendeschluss 15. November 2012)

Ich freue mich schon sehr auf das Finale, denn wie Ihr wisst, bin ich ja selbst eine leidenschaftliche Kochbuchsammlerin und wenn es um Kochbücher geht, dann springt mein Herz auf und ab und alles um mich herum ist mir egal :-) - ok nicht ganz so krass, aber wenn mich ein Buch in seinen Bann zieht, dann werd ich schon leicht euphorisch.... :-)

Wenn es Euch auch so geht, dann schaut doch mal in unserer Kochbuchgruppe bei Facebook vorbei. Wir freuen uns auf Euch!

Danke an Dorothée für diese tolle Idee, die verstaubten Bücher endlich mal wieder aus dem Regal hervorzuholen.

Veränderungen zum Jahresende

Seid gegrüßt meine Lieben,

ich weiß gar nicht so richtig wie ich gerade anfangen soll.... komme mir gerade vor als würde ich als Fünftklässlerin mein erstes Gedicht vor einer Klasse aufsagen....

Also, wie der Titel schon sagt gibt es in meinem Leben mal wieder einige Veränderungen! Diese haben mit mir und auch mit meinem geliebten kulinarischen Wunderland zu tun.

Einige ahnen es sicherlich schon und einige wenige Vertraute wissen es auch schon! Eigentlich wollte ich mit dieser Sache noch bis zum Neuen Jahr warten, aber ich bin ehrlich! ich denke ich hätte dann so ein schlechtes Gewissen Euch gegenüber, dass ich gar nicht mehr schlafen könnte! Und schließlich steht man als Bloggerin ja auch in der Öffentlichkeit und da sollte man ja auch zu seiner Leserschaft offen und ehrlich sein!!

Ok! Es geht um meine vegane Ernährung, die ich seit Juli diesen Jahres kontinuierlich eingehalten habe und es hat sich seit diesem Schritt auch ziemlich viel bei mir bzw. an meinem Körper verändert. Und das sind mit Sicherheit keine negativen Sachen gewesen.

Nur ein paar kurze positive Punkte, die sich bei mir verändert haben:

  • 12 Kilogramm weniger!
  • Keine täglichen Kopfschmerzen mehr
  • Mein Kaffeekonsum hat sich von ca. 8-10 Tassen pro Tag auf 1-2 reduziert
  • Ich habe sehr viele neue Lebensmittel ausprobiert und somit auch meinen Kochhorizont extrem erweitert.
  • Mehr Energie!
  • und noch viele mehr....
Und wieso will ich das ganze jetzt wieder abbrechen denkt Ihr? Ok, ich sag's mal so... zum Einen hatte ich ein sehr großes Problem in wirklichen Streßsituationen in meinem Job vegan zu essen. Denn auf die Schnelle etwas leckeres nach einem 14 Stunden Tag in 5 Minuten auf den Tisch zu zaubern, was auch noch schmeckt, ist wirklich schwer - für mich jedenfalls! Denn veganes Kochen ist nun mal mit Zeit verbunden, die ich in solchen Situationen nicht hatte. Ein weiterer Punkt ist es, dass ich mein Leben seit einigen Wochen auch nicht mehr alleine verbringe ;-) und zum sonntäglichen Frühstück gab es dann neben Marmelade & Co. seit kurzem auch wieder mal ein Raderl Wurscht oder eine Scheibe Käse. Die ersten Tage habe ich wohlgemerkt nichts davon angerührt, aber wenn dann etwas übrig geblieben ist, habe ich dies mit Sicherheit nicht weggeschmissen!

Ich werde in Zukunft aber weiterhin einige Sachen aus den letzten Monaten übernehmen. Ich werde z.B. keine normale Kuhmilch verwenden, denn die brauche ich wirklich nicht! Ebenso Butter und Margarine - ich habe mittlerweile doch einige Produkte lieben gelernt, wie z.B. Alsan! So geil und von Butter nicht zu unterscheiden und dann auch noch günstiger! Was will man mehr!! 

Auch Eier habe ich seit Juli nicht mehr gegessen! Ich denke diese werde ich im Notfall nur noch fürs Backen verwenden. Und große Stücke Fleisch, wie Steaks & Co. wird es bei mir auch weiterhin nicht geben, gab es vorher ja auch nicht wirklich. Fisch ess ich sowieso nicht, also hat sich das Thema auch erledigt.

Achja und was es auch weiterhin bei mir geben wird ist (ja was wohl!) mein geliebtes Reiswaffelmett! Ohne das kann ich schon gar nicht mehr *lach*

Also wie nennt man das jetzt? Irgendjemand hatte mal den Begriff Flexitarier verwendet.. ist das dann sowas in der Art, wenn man ab und zu mal ne Scheibe Käse oder auch ein Raderl Wurscht isst? Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung.....

Ihr werdet also in Zukunft eine bunte Mischung aus allen möglichen Rezepten hier auf meinem Blog finden. Also ich denke mal schon überwiegend vegetarisch oder vegan, aber ab und zu kann vielleicht auch mal wieder etwas Fleisch auftauchen.

Sooo jetzt ist es raus!! und mir ist somit auch ein kleiner Stein vom Herzen gefallen!

Auf alle Fälle bereue ich die vergangenen Monate auf gar keinen Fall! NEIN! Ich bin sogar sehr stolz auf mich, dass ich das alles so durchgezogen habe!

Ich hoffe Ihr könnt mich und meine Entscheidung verstehen und schaut trotzdem hier öfters Mal vorbei.

Herzlichst
Eure Alice


Meine erste Süßkartoffel

Letzte Woche (als ich im Halbjahresabschlussstress war...) gab es bei mir meistens nur schnelle Küche, oder ne einfache Brotzeit, da ich einfach keinen Nerv mehr zum Kochen hatte.... 

Doch unter diesen "Mach-Mal-Schnell-Was-Zum-Essen-Gerichten" befand sich dann doch ein kleines Highlight, was ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich hatte mir vor einiger Zeit von den Küchengöttern ein Rezept ausgedruckt, was ich unbedingt ausprobieren wollte. Die Zutaten hatte ich auch im Haus und somit war die Umsetzung auch kein großer Akt. Ok.. die Kombi zwischen Süßkartoffel, Linsen und Spinat klingt schon ein bisserl abenteuerlich, aber das Ergebnis hat mich und meinen Mitesser absolut überzeugt und das Rezept wandert somit auf die Machichwieder-Liste.

Aber eine Sache war trotzdem neu - die Süßkartoffel! Hab ich noch nie gegessen, aber für das ausgewählte Rezept sollte sie nun endlich Einzug in meine Küche halten. Diese meiste rote Knolle kann man übrigens mit Schale essen (das habe ich aber auch erst im Nachhinein gelesen...) - zubereitet wird sie meist wie eine herkömmliche Kartoffel. Geschmacklich hat sie ein leicht süßes Aroma und die Konsistenz ist irgendwie sanft mehlig. Als normale Beilage würde ich aber doch die normale Kartoffel vorziehen, aber in orientalischen, oder asiatischen Gerichten macht sie sich hervorragend.


Das Foto ist heute zwar nicht so schön wie immer, aber das Rezept sollte ja auch nicht verbloggt werden, deshalb gibt's nur nen Handy Schnappschuss, aber besser als nix ;-)

Süßkartoffel-Spinat-Linsen-Dal
(für 4 Personen) - leicht abgewandelt

Zutaten:

500g Süßkartoffeln
1 Bund Frühlingszwiebeln
200g gelbe Linsen
2 EL Pflanzenöl
1 Liter Gemüsebrühe
1 TL gemahlener Koriander
2 TL Curry
1 Zitrone
250g Blattspinat (gefroren)
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Zuerst den Spinat aus dem Gefrierfach nehmen und auftauen lassen. 

Die Süßkartoffeln werden dann geschält und in grobe Stücke geschnitten. Die Frühlingszwiebeln in kleine Ringe schneiden.

Sonnenblumenöl in einem großen Topf erhitzen und die Kartoffeln und die Lauchzwiebeln darin anbraten lassen. Nun die Linsen und die Gewürze dazugeben und alles kurz mitbrutzeln lassen. Alles mit Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen lassen und dann ca. 15 Minuten zugedeckt köcheln.

Den aufgetauten Spinat ausdrücken und mit in den Topf geben und alles nochmals ca. 10 Minuten garen lassen. 

Jetzt die Schale der Zitrone mit einer feinen Reibe abraspeln und den Saft auspressen.

Kurz vor Schluss den Reis-Koko-Drink, die Zitronenschale und den Zitronensaft in den Topf geben, alles gut verrühren und noch ein paar Minuten kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fazit:

Ein phantastisches Gericht! Gerade an kalten Herbst- und Wintertagen ein Essen für die Seele. Schnell zubereitet und man braucht nur einen Topf dafür - sehr praktisch wie ich finde ;-) Absolut empfehlenswert!

Das Kistenmenü ist endlich komplett

Jetzt habe ich es endlich geschafft, die restlichen Zutaten aus der METRO-Challenge Kiste zu verarbeiten. Den ersten Teil konntet Ihr ja bereits HIER sehen. Inzwischen wurde auch auf dem Metro-Genussblog  eine erste Zusammenfassung gepostet, wo Ihr Euch die Köstlichekeiten der anderen Teilnehmer anschauen könnt.

****

Ich muss sagen, dass mir das Popcorn in der Kiste das größte Kopfzerbrechen bereitet hat. Was soll man nur daraus basteln? Klar kann ich es aufpoppen und dann mit Zucker, Salz, oder anderen Gewürzen verfeinern, aber das wäre ja irgendwie zu einfach, oder was meint Ihr?

Ok... nach Tagen des Überlegens, telefonierte ich abends noch schnell mit meiner Mum und erzählte ihr von dieser Herausforderung. Und sie meint dann so ganz trocken.... Du machst doch immer dieses Mett aus Reiswaffeln... das dürfte doch auch mit Popcorn gehen, oder? JAAAA! Das ist die Idee! Danke Mama :-)

Also ab in die Küche zum Poppen! Popcorn natürlich!! Was dachtet Ihr denn schon wieder... pfffffft ;-)


Das Popcorn wurde dann zerbröselt und in eine Schüssel gegeben. Ein kleine Zwiebel würfeln und dazugeben. Jetzt Tomatenmark mit etwas Wasser verrühren und mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken. 3-4 Kapern sehr sehr fein hacken und ebenfalls mit in die Schüssel geben. Jetzt alles gut verrühren und mit Hilfe einer Gabel zerdrücken, bis eine geschmeidige Masse entstanden ist. Das Popcornmett ca. 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen und dann auf frischem Brot schmecken lassen.

Das Popcornmett schmeckt zwar ganz gut, aber die Original-Variante mit Reiswaffeln ist natürlich viel viel besser, aber ein Versuch war es wert *zwinker*

****

Und da wir grad bei der Vorspeise sind, habe ich aus den Pfifferlingen noch ein schnelles Pilzbruschetta gebastelt. Einfach die Pilze kleinschneiden, eine halbe Zwiebel dazugeben, etwas Öl und Essig dazu und alles mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken und auf Brot anrichten.


Als Hauptgang gab es dann Senfkraut, dieses Gemüse hatte ich vor einiger Zeit schon einmal zubereitet, allerdings in der nichtveganen Variante, aber die Abwandlung war ganz einfach, denn statt Sahne wurde einfach alpro Cuisine verwendet :-)

Einen halben Kopf Weißkraut klein schnippeln und mit Pflanzenmargarine in einem großen Topf anbraten, mit alpro Cuisine ablöschen und ca. 4 TL Senf unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken und alles so lange köcheln lassen, bis das Kraut halbwegs weich ist.

Dazu gab's bei mir Kartoffeln und Seitanwürstchen. Die Würstchen schmecken mir persönlich nicht so gut, sind meiner Meinung nach etwas zu lasch gewürzt und die Konsistenz haut mich jetzt auch ned so wirklich vom Hocker.... werden also nicht mehr gekauft.


Das Senfkraut war wie letztes Mal super lecker und schmeckt auch nur mit Kartoffeln! Wer braucht da noch ein Würstchen dazu? Ich ned!

****

So langsam leert sich die Kiste und jetzt habe ich noch Rotwein und Hibiskusblüten in Sirup zur Verfügung. Was machen? Nachdem ich meine Schränke durchforstet hatte, fiel mir noch eine Dose Aprikosen in die Hand und Milchreis hatte ich auch noch... passt doch perfekt!

Also die Aprikosen zusammen mit einem großen Schuss Rotwein und dem Hibiskussirup in einen Topf gegeben. Etwas Zucker und Zimt dazu, aufkochen lassen und dann ne Weile blubbern vor sich hin blubbern lassen.

In der Zwischenzeit den Milchreis zubereiten. Diesen habe ich zum ersten Mal ohne Milch gemacht, als Alternative habe ich einen Reis-Kokos-Drink verwendet und das hat klasse funktioniert. Nach ca. 25 Minuten war mein Milchreis fertig und wurde zusammen mit den Aprikosen angerichtet und als I-Tüpfelchen gab's dann noch eine leuchtend rote Hibiskusblüte oben drauf. :-)


Und jetzt bin ich fix und fertig und happy, weil ich alle Zutaten verbraucht habe und daraus einige leckere Sachen basteln konnte. :-)

Vielen herzlichen Dank nochmal an Carmen, die dieses Event ins Leben gerufen hat. Wie heißt es doch so schön: Alle guten Dinge sind Drei - oder? - denn genau solche Aktionen bringen die grauen Hirnzellen mal wieder in Wallung und man muss ned einfach irgendein Rezept nachkochen. Also ich find's klasse!

****

Wer hat sich noch den Kopf zerbrochen:


****

Kurz vor Schluss möchte ich Euch noch mein neuestes Kochbuchschätzchen zeigen, was mich total geflasht hat. Ohne große Wort ein paar Fotos von Mein bayrisches Kochbuch. Rezepte, Bilder und Geschichten  - ein wundervolles Buch mit einer außergewöhnlichen Illustration. Ich denke hier wird es demnächst noch eine ausführliche Rezension darüber geben.




Jetzt wünsche ich Euch noch einen schönen Abend und ein relaxtes Restwochenende. 

Eure Alice